Arne Bliwernitz (Vorsitzender)

Während des Studiums der Agrarökonomie an der Uni Kiel hat Arne Bliwernitz (Jahrgang 1982) diverse Praktika im In- und Ausland auf Milchviehbetrieben (Neuseeland), im Ackerbau (Lettland), der Beratung (LBV Schleswig-Holstein) und der Industrie (John Deere) absolviert.

Im Anschluss an sein Studium war Bliwernitz als Marketing-Spezialist für den Bereich Traktoren bei der New Holland Deutschland GmbH tätig. Im Jahr 2009 baute er auf dem elterlichen Betrieb eine Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 365 kW. Ein Jahr später wurde die Anlage 500 kW erweitert. Gemeinsam mit fünf weiteren Landwirten plant er derzeit den Bau einer zusätzlichen Biogasanlage mit einer Leistung von 2x250 kW, mit Mikrogasnetz und einem durchdachtem Wärmekonzept.

Um die Wertschöpfung im ländlichen Raum durch die erneuerbaren Energien weiter zu forcieren und vor allen Dingen möglichst viele Teile der Wertschöpfungskette bei den Landwirten zu halten, gibt es nach Meinung von Bliwernitz keine bessere Alternative, als diese Ziele in einer von Landwirten gemeinsam betriebenen Genossenschaft umzusetzen.

 

 

Jens Fromm (stellv. Vorsitzender)

Die berufliche Karriere von Jens Fromm (Jahrgang 1971) startete 1988 mit einer Berufsausbildung zum Landwirt für Pflanzenproduktion. Von 1992 bis 1997 absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Abschluss Diplomkaufmann. Es folgte eine Tätigkeit als Controller und kaufmännischer Leiter bei der SEYDALAND Vereinigte Agrarbetriebe GmbH & Co. KG. Im Jahr 1999 wurde Fromm zum Geschäftsführer ernannt.

Seit dem Jahr 2001 beschäftigt sich die SEYDALAND-Gruppe mit der Entwicklung des Geschäftsfeldes Bioenergien. Mittlerweile betreibt das Unternehmen im Raum Seyda an drei Standorten insgesamt fünf dezentrale Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 400 bis 716 kW. Das Konzept besteht darin, in ausschließlich landwirtschaftlichen Anlagen auf Basis des nachwachsenden Rohstoffes Mais und vorhandener Gülle effizient Energie zu erzeugen.

Der Grundgedanke der GDGE findet die volle Unterstützung von Jens Fromm. In allen landwirtschaftlichen Bereichen habe sich immer wieder gezeigt, dass Eigeninitiative und Bündelung von Interessen eine Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg darstellen.

 

 

Klaus Schröder

Nach der landwirtschaftlichen Ausbildung hat der Landwirtschaftsmeister Klaus Schröder (Jahrgang 1965) im Jahr 1986 den elterlichen Milchviehbetrieb übernommen. Auf dem Betrieb, der auch Lehrlinge ausbildet, werden zurzeit 150 Milchkühe mit Melkrobotern gemolken.

Im April 2009 hat Schröder die erste Gülleanlage nach dem EEG 2009 in Niedersachsen in Betrieb genommen. Im gleichen Jahr wurde ein Satelliten-BHKW mit Wärmenetz in Betrieb genommen. So werden nun auf dem Betrieb 410 kW produziert. Seit dem Jahr 2010 ist Schröder einer von insgesamt zwei Geschäftsführern einer 2,1-MW-Gemeinschaftsbiogasanlage in Malstedt (Landkreis Rotenburg/Wümme). Seit Dezember 2010 werden dort 750 kW Strom erzeugt. Im April 2011 ist dort die Inbetriebnahme einer 1,4-MW-Biogasaufbereitungsanlage vorgesehen. Die Ortschaft Malstedt wurde in diesem Zuge Bioenergiedorf.

Darüber engagiert sich Schröder in der Lokalpolitik. Seit dem Jahr 2006 ist er Bürgermeister der Gemeinde Deinstedt. Die Aufgabe im Aufsichtsrat der GDGE hat seinen besonderen Reiz in der Möglichkeit, die Vermarktung von Energie selbst in die Hand zu nehmen und diese damit in der Hand der Landwirtschaft zu halten.

 

 

Mathias Klöffel

Nach dem Abschluss der Höheren Landbauschule und der Meisterprüfung hat Mathias Klöffel (Jahrgang 1962) den elterlichen Betrieb übernommen. In Unterfranken bewirtschaftet er einen 130 ha großen Ackerbaubetrieb mit Schweinemast. Seit 1992 ist er Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes im Landkreis Rhön-Grabfeld.

Im Jahr 2005 wurde die Agrokraft GmbH, ein Unternehmen aus Bayerischen Bauernverband und des Maschinen- und Betriebshilfsrings Rhön-Grabfeld e.V., gründet, in der er als Geschäftsführer tätig ist. Ziel der Agrokraft ist die Regionalentwicklung unter konsequenter, intelligenter Nutzung der vorhandenen Ressourcen. So sind seitdem beispielhafte Gemeinschaftsprojekte im Bereich Biogas, Photovoltaik und Genossenschaftsgründungen entstanden.

Derzeit arbeitet die Agrokraft an einem Windkraftkonzept für Bürgerwindanlagen. Der regenerative Strom wird bereits gemeinschaftlich erzeugt, was noch fehlt, ist die Vermarktung des Stroms. Die Gründung der GDGE war für Mathias Klöffel und die Agrokraft daher eine optimale Möglichkeit, in diesem Bereich gemeinschaftlich tätig zu werden. Vor diesem Hintergrund ist es Mathias Klöffel auch ein Anliegen, die genossenschaftliche Vermarktung des Stromes zu unterstützen.

 

 

Michael Hauer

Michael Hauer - Jahrgang 1972, Vater von drei Kindern - ist gelernter Landwirt und Agrarwirtschafter und realisierte nach dem Ingenieurstudium der Bio- und Umwelttechnologie in Mannheim zusammen mit Partnern eine der ersten Windpark Projekte in der Eifel/Rheinland Pfalz. Beruflich übernahm Michael Hauer nach einem Forschungsaufenthalt in den USA eine beratende Position im Deutschen Gesundheitswesen. Nach abgeschlossenem Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Lincoln (GB) leitete er für vier Jahre den Bereich Controlling/Finanzen/Strategische Planung bei der AOK-Hessen. Anschließend koordinierte er als Projektleiter vier Jahre bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC und seit drei Jahren als Prokurist bei Ernst&Young die Umsetzung von Grossprojekten im Bereich der Wirtschaftsentwicklung (Biotechnologie, Umwelt und Energie) sowie der Strategie- und Finanzplanung.

Im Jahre 2005 plant Michael Hauer zusammen mit zwei landwirtschaftlichen Partnern den Bau einer Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 350 kW mit kommunalem Wärmenetz, in die auch der elterliche landwirtschaftliche Betrieb eingebracht wurde. Im Jahre 2009 wurde diese auf 500kW erweitert. Im Jahr 2011 wurde im Rahmen einer Contracting-Lösung die nächste Erweiterungsstufe in Betrieb genommen, die über ein 2km Mikrogasnetz mit einem 400kW Satelliten BHKW das benachbarte Dorint-Hotel & Ressort ganzheitlich mit Wärme versorgt. Der produzierte Strom wird über die GDGE vermarket. Um im Rahmen der Energiewende die nachhaltige Wertschöpfung vor Ort praktisch zu fördern, gründet Michael Hauer Anfang 2013 eine Gesellschaft zur Entwicklung und Umsetzung bürgerbetriebener Nahwärmelösungen (Erneuerbar-Versorgt.de). Als Aufsichtsratsmitglied der Westeifel Erneuerbare Energien Genossenschaft (WEEGeG) unterstützt er den Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Eifel in Bürgerhand.

Michael Hauer: "Die GDGE bietet im genossenschaftlichen Ansatz eine einzigartige Plattform um die Interessen der dezentralen Energieerzeuger gewichtig am Markt zu vertreten. Sie ermöglicht vor allem im Biogasbereich eine bedarfsgerechte Steuerung der Energieproduktion und hält die Wertschöpfung vor Ort, wo sie sie den größten Nutzen stiftet. Die GDGE vertritt Werte und Interessen, die mir wichtig sind und die ich mit gutem Gewissen bei meinen Betreiberkollegen vertreten kann".